Lehrkräftemangel noch dramatischer als bislang befürchtet!

Info des VLB Bayern

Die gerade von Prof. Klaus Klemm erstellte Studie „Entwicklung von Lehrkräftebedarf und -angebot in Deutschland bis 2030“ zeigt, dass der Lehrkräftebedarf in den nächsten Jahren noch viel dramatischer sein wird, als von der Kultusministerkonferenz (KMK) bislang angenommen. „Wir brauchen auch für den Bereich der beruflichen Schulen eine Initiative zur Lehrkräftegewinnung, da wir ansonsten Gefahr laufen, dass sich die ohnehin schon unzureichende Unterrichtsversorgung noch weiter verschlechtert“, so der VLB-Landesvorsitzende Pankraz Männlein.
Laut der Klemm-Studie wird für den beruflichen Bereich bis 2030 ein Einstellungsbedarf von rund 50.000 Lehrkräften ausgewiesen. Diese Zahl ist umso dramatischer, wenn man weiß, dass der Mangel sich vor allem auf einzelne berufliche Fachrichtungen, wie z. B. Elektrotechnik, Informationstechnik, Metalltechnik oder Sozialpädagogik, konzentriert. Wie dieser gerade in diesen Fachrichtungen bestehende Bedarf gedeckt werden soll, bleibt offen!
Die beruflichen Schulen brauchen für den Unterricht hochspezialisierte und gut qualifizierte Lehrkräfte, die nicht von jetzt auf gleich verfügbar sind – die Vorlaufzeit der Ausbildung liegt bei rund 8 Jahren! Von daher müssen zeitnah neben der Stärkung der universitären Ausbildung alternative Wege in das Lehramt an beruflichen Schulen entwickelt, evaluiert und beworben werden. Dies muss gelingen, soll auch auf mittlere Frist die Leistungsfähigkeit des dualen Berufsausbildungssystems und damit der Bedarf an qualifizierten Fachkräften für die deutsche Wirtschaft sichergestellt werden. Gleiches gilt für den großen Bereich der beruflichen Vollzeitschulen, wie beispielsweise FOSBOS, Fachschulen, Fachakademien.

 

„Eine wichtige Gelingensbedingung, um mehr junge Menschen für das Lehramt an beruflichen Schulen zu begeistern, ist eine spürbare Steigerung der Attraktivität der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen an unseren beruflichen Schulen“, so Männlein abschließend.

Zurück

Aktuelles

Berufliche Bildung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen In einem Rundbrief zum Beginn ...

Das Mantra der Kultusminister, dass Schulen keine Treiber der Infektion sind, hält für die ...

Kontakt

Wir freuen uns jederzeit auf Ihre Fragen und Anregungen zu unserer Arbeit. Sie können uns zu folgenden Zeiten telefonisch erreichen:

Montag bis Freitag: 15 bis 19 Uhr
0421 - 498 64 31

Per E-Mail sind wir noch einfacher und jeder Zeit zu erreichen.