Aktuelles
Ausbildungsjahr 2026 gestartet: Viele Suchende treffen auf viele freie Stellen
Das neue Ausbildungsjahr ist gestartet. Viele junge Menschen haben in diesen Wochen ihre Ausbildung begonnen und damit einen wichtigen Schritt in ihr Berufsleben gemacht. Gleichzeitig zeigt der Blick auf den regionalen Ausbildungsmarkt, dass noch längst nicht alle Ausbildungsplätze besetzt sind und nicht alle Jugendlichen bereits einen passenden Platz gefunden haben.
Nach Angaben der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven waren Ende Juli im Agenturbezirk noch 1.845 Bewerberinnen und Bewerber auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Gleichzeitig waren 1.576 gemeldete Ausbildungsstellen noch unbesetzt.
Diese Zahlen zeigen, dass die Herausforderung nicht allein darin besteht, genügend Ausbildungsplätze bereitzustellen. Es geht auch darum, Jugendliche und Betriebe zusammenzubringen. Berufswünsche, Anforderungen der Betriebe, persönliche Voraussetzungen und das regionale Angebot passen nicht immer unmittelbar zusammen.
Gerade hier zeigt sich die Bedeutung einer starken beruflichen Bildung. Berufliche Schulen begleiten junge Menschen nicht nur beim Erwerb fachlicher Kompetenzen. Gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben sind sie ein zentraler Lernort der dualen Ausbildung. Sie begleiten sehr unterschiedliche Bildungsbiografien und tragen wesentlich dazu bei, dass aus einem Ausbildungsvertrag eine erfolgreiche Berufsausbildung wird.
Aus Sicht des VLB Bremen-Bremerhaven gehört deshalb zur Fachkräftesicherung mehr als die reine Zahl abgeschlossener Ausbildungsverträge. Erfolgreiche Ausbildung braucht verlässliche Rahmenbedingungen, eine gute Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben sowie ausreichend personelle und zeitliche Ressourcen an den beruflichen Schulen.
Auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres bestehen weiterhin Chancen für Ausbildungssuchende. Viele Betriebe suchen noch Nachwuchs. Ein Einstieg in eine Ausbildung ist auch nach dem 1. August weiterhin möglich.
Für den VLB Bremen-Bremerhaven steht fest: Eine leistungsfähige berufliche Bildung ist ein entscheidender Baustein für die Zukunft junger Menschen und für die Fachkräftesicherung in unserer Region. Dafür brauchen Ausbildungsbetriebe und berufliche Schulen gleichermaßen gute Bedingungen.
Quelle: Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven, Ausbildungsmarkt Juli 2026
Der VLB Bremen-Bremerhaven wünscht erholsame Sommerferien
Das Schuljahr 2025/2026 ist geschafft. Hinter den Kolleginnen und Kollegen an den beruflichen Schulen liegen erneut intensive Monate mit vielfältigen Herausforderungen, großem persönlichen Einsatz und zahlreichen Aufgaben weit über den eigentlichen Unterricht hinaus.
Der VLB Bremen-Bremerhaven bedankt sich bei allen Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement für die berufliche Bildung und für die tägliche Begleitung der Schülerinnen und Schüler sowie der Auszubildenden.
Nun wünschen wir allen eine erholsame unterrichtsfreie Zeit, Gelegenheit zum Abschalten und viele schöne Momente mit Familie und Freunden. Kommen Sie gut durch den Sommer und starten Sie gesund und mit neuer Kraft in das kommende Schuljahr.
Der Vorstand des VLB Bremen-Bremerhaven
Arbeitszeiterfassung an Schulen: Bremen startet Praxistest ab August 2026
Ab August 2026 startet Bremen einen echten Praxistest zur digitalen Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte. Nach Angaben des Senators für Kinder und Bildung sollen an neun Schulen in Bremen und Bremerhaven künftig nicht nur Unterrichtsstunden dokumentiert werden, sondern auch bislang weniger sichtbare Tätigkeiten wie Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Kommunikation, individuelle Förderung, Integration, Pausenaufsichten und weitere schulische Aufgaben.
Damit rückt ein Thema in den Mittelpunkt, das viele Kolleginnen und Kollegen seit Jahren beschäftigt: Lehrkräftearbeit endet nicht mit dem Klingeln. Auch an beruflichen Schulen gehören neben dem Unterricht zahlreiche weitere Aufgaben zum Alltag – Prüfungen, Lernfeldarbeit, Bildungsgangarbeit, Abstimmungen mit Betrieben, Beratung, Dokumentation, Schulentwicklung und die Begleitung sehr unterschiedlicher Lernbiografien.
Aus Sicht des VLB Bremen-Bremerhaven kann eine Arbeitszeiterfassung ein sinnvoller Schritt sein, wenn sie die tatsächliche Belastung sichtbar macht und zu realistischen Konsequenzen führt. Entscheidend ist, dass die Erfassung praxistauglich bleibt, nicht zu zusätzlicher Bürokratie führt und die besonderen Bedingungen der beruflichen Schulen angemessen berücksichtigt.
Wichtig wird außerdem sein, wie die gewonnenen Daten ausgewertet und genutzt werden. Eine reine Dokumentation von Arbeitszeit reicht nicht aus. Wenn deutlich wird, dass Aufgabenfülle und verfügbare Arbeitszeit dauerhaft auseinanderfallen, müssen daraus konkrete Maßnahmen zur Entlastung, zur besseren Arbeitsorganisation und zur Stärkung der Schulen folgen.
Der VLB Bremen-Bremerhaven wird den Praxistest aufmerksam verfolgen. Rückmeldungen aus den Kollegien sind dabei besonders wertvoll: Wo entstehen Belastungsspitzen? Welche Tätigkeiten bleiben bislang unsichtbar? Und welche Rahmenbedingungen braucht es, damit Arbeitszeiterfassung nicht als Kontrolle, sondern als Beitrag zu mehr Transparenz und Gesundheitsschutz wirkt?
Weitere Informationen zum Bremer Pilotprojekt stellt der Senator für Kinder und Bildung bereit.
VLB Bremen-Bremerhaven auf der didacta 2026 in Köln

Am Freitag, 13. März 2026, machte sich eine kleine Gruppe des VLB Bremen-Bremerhaven früh morgens auf den Weg zur didacta nach Köln. Nach einem frühen Start um 6 Uhr und rund fünf Stunden Fahrt wartete Europas größte Bildungsmesse mit einem breiten und hochaktuellen Angebot auf.
Im Mittelpunkt des Messebesuchs standen vor allem Themen wie digitale Medien, Künstliche Intelligenz im Unterricht und der Einsatz von iPads in schulischen Lernsettings. Die didacta zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig und dynamisch sich Bildungsarbeit derzeit entwickelt. Gleichzeitig wurde schnell deutlich: Wer die Messe an nur einem Tag vollständig erfassen will, braucht einen sehr genauen Plan oder eine Menge Ausdauer.
Neben dem Besuch zahlreicher Messestände und Vorträge nutzte die Gruppe auch die Gelegenheit, dem Bundesverband einen Besuch abzustatten und Grüße aus Bremen und Bremerhaven zu überbringen. Mit Ulrike Lange und Thorsten Witte waren zudem bekannte Gesichter aus dem VLB-Umfeld vor Ort.
Nach einem intensiven Messetag klang der Abend gemeinsam in Köln aus. Vor der Rückreise am Samstag stand außerdem noch ein kurzer Besuch des Kölner Doms auf dem Programm. Anschließend machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg und erreichte Bremerhaven wohlbehalten.
Das Fazit fällt eindeutig aus: Die Reise zur didacta 2026 hat sich gelohnt. Viele neue Eindrücke, wertvolle Gespräche und spannende Impulse machten den Besuch zu einer rundum gelungenen Veranstaltung. Eine Wiederholung ist ausdrücklich erwünscht – dann gern mit etwas mehr Zeit im Gepäck.
Ein herzlicher Dank geht an Nadine Behme, Kerstin Brandt, Karen Toborg und Timo Reeves für das schöne und inspirierende Wochenende.

Tarifabschluss TV-L 2026: 5,8 % in drei Stufen – Übertragung auf Beamt:innen jetzt entscheidend
In der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber in Potsdam auf einen Abschluss verständigt. Vorgesehen sind Entgeltsteigerungen in drei Schritten über insgesamt 5,8 % bei einer Laufzeit von 27 Monaten: ab 1. April 2026 +2,8 % (mindestens 100 Euro), ab 1. März 2027 +2,0 % und ab 1. Januar 2028 +1,0 %.
Auch für Auszubildende/dual Studierende ist ein Paket vorgesehen (insgesamt +150 Euro gestuft). Zudem sollen Zulagen für Schicht- und Wechselschichtarbeit angehoben werden.
Für Beamtinnen und Beamte – und damit für viele Kolleginnen und Kollegen im Schuldienst – ist nun entscheidend, ob und wann das Ergebnis zeit- und inhaltsgleich übertragen wird. Der dbb fordert eine umgehende und flächendeckende Übertragung auf die Beamtenschaft.
Wir bleiben an dem Thema dran und informieren, sobald es zur Übertragung im Land Bremen konkrete Entscheidungen gibt.
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Ausbildungsjahr 2026 gestartet: Viele Suchende treffen auf viele freie Stellen
Der VLB Bremen-Bremerhaven wünscht erholsame Sommerferien
Arbeitszeiterfassung an Schulen: Bremen startet Praxistest ab August 2026
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